Es gilt sich von der wundervollen Insel Koh Mook und den Menschen zu verabschieden und die Reise weiter nach Koh Lipe, zur südlichsten Insel Thailands, fortzusetzen. Auf Koh Mook habe ich auch Jasmina und Matthias wieder getroffen, die ich auf Koh Lanta kennengelernt habe. Gemeinsam begeben wir uns auf das Speedboat und fahren nach Koh Lanta. Nach rund 2,5 Stunden sind wir dann auch auf Koh Lipe eingetroffen – die See war recht ruhig, da hat auch der kurze Regenschauer nichts daran geändert.

Der erste Eindruck war: Wo kommen die vielen Menschen her? Es sind gleichzeitig mehrere Boote eingetroffen. Ganz ungewohnt, wieder so viele Menschen um sich herum zu haben.

Ich hielt Ausschau nach „Mom“, die Mutter des Besitzers der Unterkunft, in der ich mich eingebucht habe. Diese liegt im Inneren der Insel. Wenngleich Koh Lipe eine „Mini“-Insel ist und man in wenigen Minuten am Strand ist.

Nach dem Einchecken und einer kurzen Erholung von der Bootsfahrt spazierte ich gleich in die Walking Street und freute ich mich auf ein leckeres Thai-Gericht. Hmm, nunja, von lecker waren wir doch weit weg. Ungewöhnlich, hatte ich bisher noch nicht gehabt in Thailand, dass das Essen nicht schmeckte.

Das Wetter schlug um und es kam eine Regenfront auf Koh Lipe zu. So wechselte ich schnell zum Strand in eine Bar. Der Regenschauer hielt aber nur kurz an. Jasmina und Matthias gesellten sich später hinzu wir hatten einen lustigen, abwechslungsreichen und vor allem laaangen Abend. Am Pattaya Beach reihte sich eine Beach-Party an die andere. Das kam unerwartet. Eine solche Vorstellung hätte ich von Koh Phi Phi gehabt und nicht von Koh Lipe.

Am nächsten (bzw. gleichen) Tag begann die Erkundung der Insel daher erst etwas später. Tja, der Eindruck war gar nicht mal so gut. Am Strand, auch am vermeintlich schönsten Strandabschnitt, dem Sunrise Beach, lag viel Müll und das Meer war vollgestellt mit Longtail-Booten. Baden sozusagen zwischen den Booten,…

Der schönste Strandabschnitt zeigte sich an der Nord-Ost-Spitze der Insel, wenngleich dort aktuell gleich zwei Resorts weggerissen und neu gebaut werden. Bauarbeiten und Baulärm während der Hochsaison – auch interessant.

Auch wenn das natürlich nur temporär ist, passte das durchaus gut ins Gesamtbild, das sich auch in den darauffolgenden Tagen immer mehr festigte.

Koh Lipe war und ist der einzige Ort in Thailand, an dem ich kein einziges Mal gutes und leckeres Essen hatte. Vielen Menschen auf der Insel sind Touristen auch relativ egal. Die teilweise entgegengebrachte Freundlichkeit wirkt gespielt und aufgesetzt. Man fühlt sich auch nicht wirklich willkommen. Ein klares Zeichen von „Overtourism“. Schade.

Und so konnte der idyllische Eindruck, der durch die Vorab-Recherche gewonnen wurde, Vorort nicht bestätigt werden. Ganz im Gegenteil, es war eine Enttäuschung.

Diesen Eindruck konnten auch Jasmina und Matthias teilen und auch zwei Burschen aus den Niederlanden, die wir von Koh Mook kannten.

Andererseits, für jemanden der Party machen möchte, dürfte Koh Lipe ganz gut passen. Nach dieser doch ernüchternden Erfahrung, wollten wir 3 wieder an einen Ort, an dem wir uns sehr wohl gefühlt haben. Und dieser Ort war auf Koh Lanta. Und so ging es tagsdarauf mit dem Speedboat wieder zurück nach Koh Lanta.

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Kevin Thailand

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