Nach einer langen Anreise bin ich und mein Fahrrad in Bangkok angekommen.
Nach rund einer Stunde hab ich dann auch die Einreise mit den ganzen Formalitäten geschafft und das Fahrrad von der „Oversized Baggage“-Ausgabestelle erhalten.
Vorbei beim Zoll und in der abgesperrten Ankunftshalle warteten schon die Leute von den Hotels mit den Taferln in der Hand.
Rictiges Hotel-Taferl gefunden. Nun werde ich zum Shuttle begleitet.
Der erste „Frischluft- und Temperatur-Schock“ traf mich gleich mal beim Verlassen des Flughafengebäudes.
Mit der FFP2-Maske auf fühlte sich das an als ob man eine Sauna betritt.
Huch, gut, dass ich nach zwei Minuten bereits wieder in einem klimatisierten Fahrzeug saß.
Wobei man hier bei klimatisiert andere Interpretationen hat als bei uns. Auch der Temperaturregler im Auto hat nicht eine rote und blaue Hälfte, nein, der ist nur blau.
Nun geht es mit einem Privat-Shuttle in das bereits gebuchte Quarantäne-Hotel.
Die Fahrt an sich war sehr angenehm.
Im Hotel angekommen erfolgte der Check-in. Dabei wurde mir gesagt, dass der PCR-Test in den nächsten 15 Minuten direkt im Zimmer erfolgen wird. Bis zum Ergebnis dürfe ich das Zimmer nicht verlassen.
Im Zimmer angekommen, drehte ich zuerst mal die Klimaanlage von 20 Grad Vollgas auf eine „vernünftigere“ Temperatur hoch.
Dann klingelte es an der Tür. Eine Thailänderin in vollem Schutzanzug war da, um den PCR durchzuführen. Es folgte ein Nasenabstrich.
Auf meine Frage, wie lange es dauern wird, bis das Ergebnis vorhanden sei, meinte sie, in 6 Stunden.
Ok, das wäre dann genau um Mitternacht.
Und so war es dann auch. Gegen Mitternacht kam der Anruf, dass das Ergebnis negativ (not detected) sei.
Am nächsten Tag bin ich dann in die andere Unterkunft gewechselt und werde nun mehrere Tage hier in Bangkok verbringen.
Eine gemütliche Eingewöhnungsphase an die Temperatur, das Essen und an die Corona-Regeln.
Und gerade die Corona-Regeln sind sehr strikt hier in Thailand. Und das Gewöhnungsbedürftigste ist definitiv das Tragen einer Maske im Freien. Es besteht eine Maskenpflicht außerhalb der eigenen vier Wände.
Weiters wird bei/vor Eintritt in ein Lokal, Geschäft, Straßenmärkte, Sehenswürdigkeiten, öff. Verkehrsmittel, usw. die Temperatur gemessen.
Ich wartete somit die ersten Tage einmal ab, wie sich das denn so anfühlt mit Maske im Freien bei diesen Temperaturen (30 Grad+) und Sonnenschein.
In Bangkok sind die Auswirkungen der Pandemie bzw. die lange Zeit ohne Tourismus auch nach der Öffnung der Grenzen zu merken. Es ist Vieles noch geschlossen oder hat (noch) nicht wieder geöffnet.
Daneben ist der gesamte Entertainment-Bereich nach wie vor geschlossen. Auch Bars sind geschlossen. Alkohol darf, neben 3 weiteren Provinzen, in Bangkok in Restaurants (nur) bis 21 Uhr ausgeschenkt werden.
Die Regierung will hier ab Dezember über weitere Lockerungen entscheiden.
Dennoch bietet die aktuelle Situation durchaus auch angenehme Nebeneffekte. So wäre mir bisher noch keine Touristen-Abzocke untergekommen. Auch die Taxis fahren anstandslos mit Taximeter. Wer bereits einmal in Thailand gewesen ist, wird wissen, wovon ich hier rede/schreibe.
Nachdem ich mir nun die Gegebenheiten Vorort bereits mehrere Tage ansehen und erleben konnte, wurde es an der Zeit, eine Entscheidung zu treffen, wie es um das Radfahren steht.
Auch wenn ich mich mehr oder weniger an die Maske im Freien langsam „gewöhnt“ habe, kann ich mir Radfahren trotzdem nicht damit vorstellen. Auch sind die einzelnen Provinzen in Thailand mit unterschiedlichen Pandemie-Regeln belegt (Einstufung ala Ö-Karte 😉 inkl. auch nächtlicher Ausgangssperren, usw.)
Somit werde ich mir einen Einstellplatz für mein Fahrrad und die Taschen organisieren und die Reise als Rucksack-Tourist fortsetzen.
Tja, hatte ich mir auch anders vorgestellt gehabt. Nun ist das so und ich werde Thailand trotzdem genießen.
Wochen-Videos wird es bis auf Weiteres keine geben. Die gibt es dann wieder, wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs sein kann.
Hier am Blog werde ich weiterhin wöchentlich kurze Berichte mit ein paar Fotos verfassen.
