Mallorca – was für ein (Renn-)Radparadies.
Aber alles der Reihe nach.
Ich bin vor einem Tag in Mallorca angekommen und konnte die ersten Kilometer bereits radln. Das ist im vorangegangen Wochenvideo zu sehen.
Zum Wochenauftakt, ausgehend vom Küstenort Peguera, habe ich mir zwei „Hügel/Berge“ vorgenommen. Zu Beginn bin ich bis nach Galilea (410m) gefahren, eine schöne Auffahrt durch bewaldete Straßen. Hier machte ich auch die ersten Bekanntschaften mit den Rennradlern, die mich alle überholten.
Aber klar, wenn ich ein Rennrad, vielleicht auch noch eines aus Carbon habe, dann wiegt das ganze Fahrrad so viel wie meine linke, hintere „Küchentasche“ 😉
Jedenfalls bekam ich durch die Fahrt nach Galilea einen Eindruck, wie sich „Bergauf“ auf Mallorca anfühlt. In einem Wort. Geil 🙂
Nach Galilea ging es wieder hinunter bis auf 10m Meereshöhe bevor ich dann dem Coll de Soller (497m) immer näher kam. Diese Serpentinenstraße ist die alte Passstraße über den Soller und ein Erlebnis für Rennradfahrer. Die Autos können durch einen Tunnel fahren, daher ist auch wenig Autoverkehr auf dieser Straße.
Oben angekommen sieht man zwischen den Bergen bis zum Meer. Danach ging es nur mehr Bergab bis Port de Soller, wo ich übernachtet habe.
Am nächsten Tag habe ich die Fähre nach Sa Calobra genommen. Das waren rund eine Stunde Fährfahrt der Nordküste entlang.
Sa Calobra bzw. Coll dels Reis (682m), wie die Passstraße bezeichnet wird, war mitunter der ausschlagebende Grund, warum ich nach Mallorca gefahren bin. Ich habe Fotos davon gesehen und gewusst, da will ich unbedingt radln.
Von Meereshöhe geht es eine absolut geniale, sich schlängelnde und mit Serpentinen geformte Straße bis auf knapp 700m hinauf. Ein schweißtreibender, aber lohnenswerter Anstieg mit grandiosen Ausblicken während der Fahrt und auch von ganz oben bzw. auch später, wenn es weiter Richtung Luc geht.
Gefühlt wurde ich von 1000 Rennradfahrern überholt, mehrheitlich mit Erstaunen und Zuspruch, dass ich mich da hochkämpfe. Einer meinte, ich würde die Strecke so einfach aussehen lassen. Dem musste ich allerdings widersprechen 😉
Ich konnte mich auch mit ein paar anderen Radlen unterhalten und die kommen „von der ganzen Welt“ nach Mallorca zum Rennradfahren. Ein (Renn-)Radparadies eben.
Nachdem ich das Highlight erklommen habe, ging es an diesem Tag noch bis nach Port de Pollenca, auf die Ostseite der Insel.
Der vierte Rad-Tag auf Mallorca brachte mich zum Far de Formentor, dem nördlichsten Punkt von Mallorca. Das ist nicht ein „Hügel“ sondern mehrere aneinanderreihende Hügel, auf und ab sozusagen, bis man beim Leuchtturm Formentor angekommen ist. Hin und zurück sind knapp 1000 Höhenmeter zu erklimmen.
Ich war mir nicht sicher, ob ich die auch schaffen werde, doch ich habe mich durchgebissen und einen sehr lässigen Radtag mit genialen Ausblicken gehabt. Während der Fahrt und am Leuchtturm bei einer kurzen Pause haben mich andere Radfahrer gefragt bzw. wiedererkannt, ob ich nicht der bin, der tagszuvor von Sa Calobra raufgefahren ist. Das konnte ich bejahen. Man fällt halt auf mit so einer Beladung am Rad 🙂
An diesem TAg bin ich dann noch bis Port d’Alcudia geradelt, wo ich tagsdarauf mit der Fähre nach Barcelona gefahren bin.
Die Fährfahrt war ok und ich bin am Abend in Barcelona angekommen, wo es bereits zu Regnen begonnen hat.
Auch am nächsten Tag hat es noch ordentlich Nass von oben gegeben. Dennoch wollte ich ein paar Kilometer radeln und bin bis Calella gefahren.
Am Freitag ging es bei sonnigem Wetter der Costa Brava entlang bis nach Sant Feliu de Guixols. Das war eine ganz nette Fahrt mit Blick der hügeligen Küste entlang.
Am Samstag gab es wetter-bedingt einen Tag Pause, da es gestürmt hat und auch gehagelt. Ich nutzte den Tag aber für die Videobearbeitung und auch um bei meiner Rohloff Speedhub (Radnabe) einen Öl-Wechsel durchzuführen. Dieser soll alle 5.000km durchgeführt werden. Auf der Radreise bin ich bereits knapp daran an den 5.000km, jedoch war ich schon vorher mit dem Rad unterwegs, somit ein guter Zeitpunkt.

Hola Kevin! Ich habe von deiner Radreise von einem guten Freund von mir ( ein Arbeitskollege von dir ) erfahren und folge dir schon seit den ersten Radkilometern. Coole Sache! Wir sind gerade auch in Spanien unterwegs jedoch ohne Räder und haben uns knapp verpasst 🙂 Freuen uns schon auf weitere tolle Videos und Fotos, wünschen dir weiterhin gutes Wetter, Rückenwind sowie eine schöne und unfallfreie Radreise. Liebe Grüße 🙂
Hallo Aaron,
danke dir 🙂 Freut mich, dass dir meine Videos gefallen.
Viele Spaß in Spanien. Hoffe, dass das Wetter für euch passt.
Viele Grüße
Kevin